Hallo meine Lieben! Es hat endlich geklappt: die große Spende an BASCO ist angekommen. Insgesamt kamen 610 Euro zusammen von Freunden, Verwandten und eine große Summe von den Stadtwerken. Hiermit nochmal ein riesiges Danke an alle Sponsoren und Beteiligten!!! Von dem Geld habe ich Essensvorräte und Medizin gekauft. Gerade in letzter Zeit steckt BASCO in großen Schwierigkeiten und als ich das letzte Mal da war, gab es kein Essen für die Kinder, weil kein Geld da ist. Genauso schlecht ist auch die medizinische Versorgung. Nur selten werden die Kinder ins Krankenhaus gebracht, weil kein Geld für den Transport da ist. Daher habe ich Essen gekauft und eine medizinische „Grundversorgung“. Mehr dazu bei den dementsprechenden Bildern. Unterstützt wurde ich von einem ghanaischen Freund, ohne den alles wahrscheinlich gar nicht geklappt hätte, da mich alle über´s Ohr gehauen hätten. Morgens pünktlich(!) um 8 Uhr ging es los mit dem bestellten Taxi und der schon gekauften Medizin in die Stadt, wo schon unser gemietetes Trotro gewartet hat. Dann sind wir zu zwei großen Firmen gefahren, bei denen wir das Essen gekauft haben. Auf dem Markt, wo schon die Verkäuferin mit Bohnen und Gari gewartet hat, haben wir uns einen kräftigen Jungen „ausgeliehen“, der die schweren Säcke zum Auto gebracht hat. Danach sind wir zur Bäckerei, um das Brot zu kaufen und dann ging es auch schon los nach BASCO. Ich war wirklich sprachlos und geschockt, dass alles so reibungslos und vor allem planmäßig geklappt hat. Das geschieht nämlich eigentlich eher selten in Ghana, da auf die meisten Leute kein Verlass ist.
Um den Kindern eine kleine Freude machen zu können, haben wir 10 Brote, Margarine und für jeden ein Trinkpäckchen gekauft. Die Kinder waren begeistert. Sie lieben Margarine und essen sie sogar so. Über das Brot haben sie sich riesig gefreut, da es das normalerweise nie gibt.
Die fleißigen Helfer. Alles musste raus aus dem Auto und in die Halle getragen werden.
Und das ist die ganze Pracht. Insgesamt waren es 5 Säcke Reis, 1 Sack Gari, 1 Sack Bohnen, 1 Sack Zucker, 1 Sack Salz, 60 Liter Öl, Tomatenmark, Brot, Margarine, Trinkpäckchen und ein Karton voller Medizin.
Die Medizin bestand aus Paracetamol, Wurmkuren, Antidurchfalltabletten, Alkohol zum Wunden reinigen, Watte, Pflaster und Binden.
Richard und ich beim Brote schmieren.
Das ist der immer strahlende süße William.
So sah dann die leckere Mahlzeit aus.
Und am Ende wurde alles in den Vorratsraum getragen.
Montag, 16. August 2010
Dienstag, 29. Juni 2010
Reisebericht Nr. 4
Das letzte Mal hat das Internet leider nicht so gewollt, wie ich. Nun geht die Reise weiter. Ich hoffe, heute klappt es besser. Tut mir leid, dass ich alles in Teilen schreiben muss, aber anders geht das hier irgendwie nicht. Jaja, die Technik... Also, nun hier der Rest unserer schönen Reise.
Hier unser Freiluftzimmer. Wir hatten an dem Tag noch Oliver
kennengelernt, ein deutscher Voluntär. Er ist seit 2 Wochen da und bleibt
leider nur für 2 Monate. Wir haben uns ewig mit Bierchen in unserem „Zimmer“
unterhalten. Es war wirklich voll schön. Von Alhassans Zwillingsbruder wurden
wir noch zum Essen eingeladen und haben eine Dorfführung bekommen. Alhassan und
sein Bruder Hussein sind sehr bekannt in der Gegend. Die beiden haben schon
sehr viel für die Gemeinschaft geleistet, haben eine Schule aufgebaut und
Alhassan steht in Kontakt mit der Regierung. In Larabanga leben rund 6000
Menschen und es gibt kein Krankenhaus. Das sind wirklich furchtbare Umstände.
Alhassan hat wohl schon oft bei der Regierung darauf aufmerksam gemacht und die
Dringlichkeit dieses Krankenhauses unterstrichen, aber bis jetzt ist leider
nichts passiert.
Neben uns war ein Nachtclub und Fine und ich haben unser
Zimmer zur Tanzfläche umfunktioniert
Am nächsten Tag kam Yaya, auch ein Junge aus dem Dorf, mit
seinem kleinen Affen an. Die Mutter und das Baby wurden auf der Farm beim
Früchte stehlen erwischt und die Mutter wurde erschossen. Nun hat Yaya das Baby
unbedingt behalten wollen, um es großzuziehen. Wir haben ihn Bourbon getauft.
Der war wirklich süß.
Das war leider unsere Zeit in Larabanga. Es war mit Abstand
der tollste Ort, an dem ich je war. Warum kann ich gar nicht genau sagen. Wir
wurden von allen so nett empfangen, haben viele nette Menschen kennengelernt
und dieser Ort hatte so etwas Heimisches. Ich habe mich so wohl gefühlt. Die
Menschen waren einfach viel entspannter, keiner hat uns Obruni genannt und ich
war wirklich sehr traurig, als wir Larabanga verlassen mussten. Wer weiß,
vielleicht ja in ein paar Jahren nochmal J
Und so sieht es in den meisten Dörfern im Norden aus. Die
Hütten sind aus Lehm und die Dächer aus Blättern, Zweigen usw. Häufig waren 4
oder 5 Hütten im Kreis miteinander verbunden, zwischendurch ein paar kleinere
Hütten und Silos. Wir haben die Theorie aufgestellt, dass immer ein Mann mit
seinen Frauen und Kindern in der Community ist. Im Norden gibt es fast
ausschließlich Moslems und dort ist Polygamie noch weit verbreitet. Könnte also
gut sein die Theorie.
Das ist in Bolgatanga, noch weiter im Norden. Hier gab es
nicht wirklich was zu sehen, außer kaputte Autos. Nein, so schlimm war es auch
nicht, aber wir haben Bolgatanga nur als Zwischenstop genutzt. Das ist übrigens unser neuer Schlitten, muss noch ein bisschen aufgemöbelt werden, aber sonst klasse oder?
Paga, der Grenzort nach Burkina Faso.
Und hier DIE Attraktion: ein 98 Jahre altes Krokodil
anfassen, Schwanz anheben und draufsetzen. Die Bilder sind ganz schön geworden,
ansonsten war es nicht so interessant und ziemliche Geldmacherei. Außerdem
haben wir alle festgestellt, dass Krokodile hässlich und komisch sind. Jenny:
Verzeih mir, ich saß drauf!
Der Paga Pios Palast war schon interessanter. Ein alter
Palast, der einst vom Chief bewohnt wurde.
Die Kräuterhexe des Palastes
Des Chiefs Küche+Köchin von innen
Des Chiefs Weib J
Das sind/waren Getreidesilos
Jaja, 10 Stunden Tro fahren sind schon ziemlich langweilig.
Fine und ich haben uns auf der Fahrt ganz schön peinlich benommen, das dachte
wohl auch der Typ neben uns.
Moschee in Tamale
Nach einer endlich mal etwas längeren Portion Schlaf haben
wir am nächsten Tag eine nette Dame kennengelernt, die uns zu ihrer Schwester
gefahren hat, um uns die Füße mit Henna (Sabla) zu bemalen. Das ist ihr Baby.
Nach einer endlich mal etwas längeren Portion Schlaf haben
wir am nächsten Tag eine nette Dame kennengelernt, die uns zu ihrer Schwester
gefahren hat, um uns die Füße mit Henna (Sabla) zu bemalen. Das ist ihr Baby.
Und das ist die gatschige Masse. Insgesamt saßen wir da 3-4
Stunden.
Schick?
Schick?
Wir wurden optisch mehr und mehr zum Moslem.
Wir wurden optisch mehr und mehr zum Moslem.
Fine hat sich sogar das Tuch gekauft, mutig mutig. Das ist
übrigens auf dem Markt in Tamale. Und es war sooo entspannt. Wir konnten durch
alle Gänge schlendern, ohne von irgendwem ständig angequasselt zu werden. Das
ist auch ein Grund, warum mir der Norden so gut gefallen hat.
Fine hat Fahrradkurier gespielt. Der Junge hat sich total
gefreut.
Und zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einen
Liveauftritt bekommen. Am nächsten Tag ging es dann für 10 Stunden mit dem Tro
wieder zurück nach Koforidua mit kurzem Zwischenstop in Kumasi. Wir waren am
Mittwoch pünktlich zum Fußballspiel wieder zurück, um abends mit den anderen
Voluntären zu feiern.
Und zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einen
Liveauftritt bekommen. Am nächsten Tag ging es dann für 10 Stunden mit dem Tro
wieder zurück nach Koforidua mit kurzem Zwischenstop in Kumasi. Wir waren am
Mittwoch pünktlich zum Fußballspiel wieder zurück, um abends mit den anderen
Voluntären zu feiern.
Alles in allem war es einfach super und für uns drei hätte
die Reise noch ewig weitergehen können. Aber man soll ja aufhören, wenn es am
schönsten ist. Nun nochmal zum Schluss ein kurzer Einblick in: Ghana vs
Germany, 23.06.2010
Hier die Vertretung der Deutschen (Lisa, Fine, Claudi, Lisa,
Anne, Nick, Jan und ich) …
Hier die Vertretung der Deutschen (Lisa, Fine, Claudi, Lisa,
Anne, Nick, Jan und ich) …
Das Bild habe ich gestern früh noch schnell gemacht. So
sieht es aus, wenn meine Familie zur Kirche geht. Da putzen sich dann alle ganz
fein raus. Meine Gastmama ist gerade dabei, mir auch so ein Kleid zu nähen. Mal
gucken, wie das aussehen wird.
Das war´s meine Lieben. Ich hoffe, ihr seid gesättigt an
Neuigkeiten aus dem schönen Ghana. Nun ist es wirklich nicht mehr lang, bis zum
großen Wiedersehen. Achso, den Flugtermin wissen wir leider noch immer nicht.
Ich sag Bescheid. Bis bald, Maike
Sonntag, 27. Juni 2010
Reisebericht Nr. 3
Buschböcke
Komische blaue Käfer, die die Kacka anderer Tiere wegrollen.
Roter Teddykäfer, wie wir ihn getauft haben
Spinnen
Krokodile
Komische blaue Käfer, die die Kacka anderer Tiere wegrollen.
Roter Teddykäfer, wie wir ihn getauft haben
Spinnen
Krokodile
Und das Beste zum Schluss: Elefanten! Bei unserer ersten
Tour haben wir viele viele Tiere gesehen, leider aber keine Elefanten. Nachdem
wir im Park noch was gegessen hatten, wollten wir eigentlich schon zurück nach
Larabanga, doch zum Glück ist Fine nochmal zur Aussichtsplattform gegangen und
hat die Elefanten gesehen. Wir haben uns sofort einen Guide geholt und sind
runter zum Wasserloch. Es war einfach atemberaubend, ein magischer Moment.
Die stolzen Entdecker
Zurück im Hotel mussten wir dann erstmal waschen. Alhassan
hat uns kräftig geholfen.
Danach gab´s lecker Salamistulle zur Belohnung. Danke
Mutti!!!
Das ist die älteste Moschee Ghanas! Wir haben eine Führung
bekommen, wobei wir aber im Nachhinein erfahren haben, dass alles, was er uns
erzählt hat, zwar ziemlich spannend, aber leider komplett erfunden war. Naja,
vielleicht wollte er uns für unser Geld ja eine super interessante Story
bieten.
Hier stehen wir mit unserem Reiseleiter Inusah+Freund vor der Moschee.
Die Kleine war bezaubernd.
Das ist Yuseph und ich fand seine Haare total klasse. Wir
waren nachmittags bei einem Fußballspiel Larabanga gegen Mole. Es war total
lustig da.
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