Donnerstag, 28. Januar 2010

Hier nur eine ganz kurze Nachricht. Ich bin im Besitz einer neuen eMail Adresse. Vergesst also bitte die alte. Also: maike.kapischke@gmx.de

Bis bald, friert schoen!

Sonntag, 24. Januar 2010

BASCO News

Aloha ihr noch immer frierenden obrunis! Ich habe gerade gelesen, dass bei euch heute -15 Grad sind?! Gebt mir doch mal ein bisschen was ab, die Sonne hier ist wirklich hartnäckig. Nichts kann sie davon abhalten, uns den Schweiß aus den Poren zu treiben. Naja, aber wir wollen ja nicht meckern.
Hier nun die neuesten Neuigkeiten für euch:







Wir haben nun in BASCO eine stellvertretende Direktorin, die versucht, ein bisschen Ordnung in das Blätterchaos im Büro zu bringen. Ich bin nun ihre persönliche Tipse. Ja und hier seht ihr mich in meinem eigenen netten Büro bei der Arbeit, d.h. den lieben langen Tag Tabellen eintippen, Schülerlisten erstellen...        



Hier sehr ihr die liebe Lisa bei der Arbeit. Sie kennzeichnet nun alle Bücher mit unterschiedlich farbigen Punkten auf dem Buchrücken, um ein bisschen Ordnung in die Bibliothek zu bringen. Mal sehen, ob die Kinder das Prinzip mit den Aufklebern verstehen und sich auch dran halten.



Und hier die Fine fleißig bei der Arbeit. Mit ein bisschen Fantasie könnt ihr euch jetzt ihre IKEA Bewerbungen vorstellen. Sehr kreativ und wir drücken ihr mit all unserer Kraft die Daumen, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat!!!



Alle zwei Wochen donnerstags haben wir ein Meeting mit unserem Eastern Region Koordinator und diese Woche sind wir zu seiner Farm gefahren und haben viel über Landwirtschaft gelernt. Er nennt seine kleine Farm Berliner Garten. Witzig, obwohl er noch nie in Deutschland war. Aber wie bei allen Ghanaern ist dies sein größter Traum.




Wir haben unsere eigenen Tomaten angepflanzt. Nun heißt es warten und Daumen drücken, dass wir noch was davon haben, bevor es heißt adios Ghana.



Die liebe Sophie war zu Besuch und hat für unsere Kinder eine riesen Ladung Zahnbürsten und Elmex Zahnpasta mitgebracht. Und dies ist das Beweisfoto. Die Kinder hatten eine Menge Spaß. Danke nochmal an Sophie und ihren Zahnarzt in Deutschland für diese schöne Spende.

Ja, wir hatten endlich mal einen Anlass, uns ein bisschen aufzuhübschen. Gestern hat unser Französischlehrer geheiratet und wir waren auf unserer ersten ghanaischen Hochzeit. So sahen wir aus.


Und hier seht ihr die frisch Vermählten. Alles war sehr kitschig und laut, aber auf jeden Fall mal eine Erfahrung wert. Zu solchen Anlässen werfen die Ghanaer gerne mit ihrem nicht vorhandenen Geld um sich, indem Spiele gespielt werden, wie z.B. Braut und Bräutigam stehen sich in einem großen Abstand gegenüber. Wenn ein Gast Geld auf den Boden wirft, muss jeder einen Schritt auf den anderen zugehen, bis sie sich ganz nah sind. Dann kommt der alles entscheidende Moment: Das Paar küsst sich! Die ganzen Gäste sind vollkommen ausgerastet an dieser Stelle. Das war etwas eigenartig für uns, aber witzig. Es kommt nämlich nie vor, dass Ghanaer Körperkontakt auf offener Straße zeigen.




Nochmal ein schönes Foto von der Hochzeit. Links neben mir ist Eric. Er arbeitet für unsere Organisation in Ghana, ARA. Er hat viel mit volunteers zu tun und leitet regelmäßig workcamps. Er studiert am Goetheinstitut und spricht sogar etwas deutsch. Rechts neben mir ist Eben. Das ist ein Lehrer von unserer Schule.



Auch die Kleinsten waren zahlreich vertreten. Süß oder?



Ich möchte euch einen Freund vorstellen. Das ist Christopher. Er ist in der 6. Klasse und ich würde ihn am liebsten mit nach Deutschland nehmen. Er nennt mich sogar mom. Hier ist er gerade auf dem endlos langen Weg von unserem Waisenhaus zur Straße mit Yam (wie Kartoffeln) auf dem Kopf und einer Tonne für Wasser. Jenny hat sogar schon mit ihm telefoniert.



Hier nochmal ein Bild von Christopher. Bei den Früchten am Baum handelt es sich um Papaya, hier nennen wir sie übrigens popo... Neben der Papaya haben wir noch eigene Kokosnüsse, Coco (Kakaopflanzen), Tomaten, Ananas und viele viele weitere Früchte. Das ist wie ein kleiner Biosupermarkt hinter unserem Haus.
So, ich hoffe, es geht allen gut und passt gut auf eure Nasen auf, dass sie nicht abfrieren. Ich sende euch mal wieder ein paar Sonnenstrahlen. Liebste Grüße, bis bald, Abeena




Montag, 4. Januar 2010

Frohes neues Jahr!

Hallo, ich wuensche euch allen ein frohes neues Jahr, oder wie wir es hier unten sagen: Afihyiapa! Dies bedeutet frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht! Die erste tolle Nachricht gleich zum Anfang: Wir sehen uns dieses Jahr wieder!!! Nun berichte ich mal von meinem Weihnachtsfest und Silvester. Am 24. Dezember wurde unser mal etwas anderer Weihnachtsbaum in die Mitte des Gelaendes gestellt, eine echte schoene Palme! Der Schmuck aehnelte dann wieder dem typischen in Deutschland, viele Lichter, Kugeln, kleine Engel, Aepfel (unecht natuerlich) usw. Ueberall wurden Lichterketten angehangen und Wimpel und um den Baum wurde aus Steinen ein Merry Christmas gelegt. Es sah wirklich alles sehr festlich aus. Abends um 21 Uhr, mit fuer Ghana typischen 2 Stunden Verspaetung, ging dann das Programm los. Der Chor hat gesungen, es wurde ein bisschen getanzt, die Kinder haben das Krippenspiel aufgefuehrt und zwischendurch wurden immer mal Passagen aus der Bibel vorgelesen.

Auch ich musste nach vorn und vor allen mit Mikro und auf Englisch eine Passage aus Matthaeus vorlesen. Hat aber zum Glueck gut geklappt. Am 25. lud uns William, unser Organisationsleiter vor Ort, zum Essen ein. Am 26. war dann der Boxing Day, an dem viele viele Besucher kamen mit Getraenken wie Cola fuer die Kinder und natuerlich wurden Geschenke verteilt. Wir Voluntaere haben am 24. Im Computerraum fuer jedes Kind aus den ganzen Gespendeten kartons kleine Boxen fuer jeden Einzelnen zusammengestellt und auch die ganzen tollen Sachen, die Mutti und Papa in Deutschland fleissig gesammelt haben, wurden an jedes Kind verteilt.

Es gab ein tolles Mittagessen, sogar fuer die Kinder, was nicht oft vorkommt. Und es wurde natuerlich viel gebetet und gepraedigt, aber daran haben wir uns mittlerweile gewoehnt.



Tja, dann hat Fine noch einen Insektenangriff erlitten. Das gesamte linke Auge war so sehr angeschwollen, dass sie es nicht mehr oeffnen konnte und auch an Hals und Ausschnitt war alles voller Blaeschen und Schorf und irgendwie alles, was man so haben kann. Da ich auch schon seit 3 Wochen einen dicken Knoechel hatte, sind wir dann ins Krankenhaus gefahren und haben uns behandeln lassen. Nun ist alles wieder in Ordnung. Am 30. bin ich dann nach Cape Coast gereist, zuerst an einen schoenen Strand mit gaaanz vielen Palmen, Kokosnuessen, hohen Wellen und viel Sonne! Ja, da duerft ihr jetzt alle schon etwas neidisch werden!


Am 31. bin ich dann direkt nach Cape Coast und habe mir das Castle angeguckt und eine Fuehrung mitgemacht. Es war sehr interessant und ich habe mich wirklich in diese kleine Stadt verliebt.

Das Hotel war auch klasse, obwohl die Moskitos die ganze Nacht einen riesigen Heisshunger auf uns hatten. Die Prophylaxe habe ich schon abgesetzt. Drueckt mir also die Daumen, dass mich kein Malaria erwischt! Ins neue Jahr gefeiert wurde dann am Strand, in kurzen Sachen und die ganze Zeit mit einer Live Band, die Bob Marley gespielt haben. Es war klasse. Am Strand gab es dann zwei grosse Lagerfeuer und um Mitternacht wurden sogar ein paar Raketen in den Himmel gezuendet. Es war wirklich ein sehr untypischer, aber schoener Rutsch in 2o1o. Am 12. Januar geht hier wieder die Schule los und dann ist auch endlich wieder was los in BASCO. Zur Zeit ist es naemlich etwas unproduktiv hier, weil die meisten Kinder ueber die Ferien nach Hause gefahren sind.




Fine und ich-die stolzen Muttis! Nee nee, aber es war schon toll, so ein kleines (schwarzes) Baby im Arm zu halten.

Die stolze Mama ist leider nicht mit drauf. Ich wurde zu einer Taufe eingeladen, die Babys kriegen hier normalerweise erst nach einer Woche ihren richtigen Namen. Das ist nun schon drei Wochen her, den Namen weiss ich allerdings immer noch nicht... Die Ghanaer sind halt in allem etwas langsamer...

Das war unser letztes Hotel zusammen in Ada Foah, der Strand war recht schoen und auch die Lage zwischen Ozean und Volta war toll, aber das Hotel ging so. Warum?

Darum! :)

Ich mal wieder beim Fufu essen. Die Ghanaer sind jedes Mal beeindruckt und sagen: Wow, ein obruni kann Fufu essen!

Hier ein paar unserer Kinder in BASCO beim Essen. Im Hintergrund seht ihr die typischen Haeuser hier.

Taxistation, Trotro-Station und Marktplatz in Suhum. Die meisten Sachen werden auf dem Kopf verkauft.

Ein ghanaisches Fruehstueck, das wirklich koestlich schmeckt: Brot, Ei, Milo (Kakao)!

Das Bild ist leider etwas dunkel. Da waren wir auf dem Weg nach Ada Foah und nach gefuehlten 10 Stunden Fussmarsch hatten wir keine Kraft mehr und haben uns fuer ein Boot entschieden. Die Fahrt werde ich nie vergessen. Das Boot war klein und kaputt, Lisa sollte Wasser rausschueppen... Aber es war sehr lustig und aufregend!
So, ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen mit Bildern versorgen. Fuer weiteres Anschauungsmaterial koennt ihr auch mal auf Fine's Seite gehen (www.fine-at-ghana.blogspot.com oder auch bei meinen Freunden in Studi unter Josefine Wollmann. Sie hat glaub ich schon einige Bilder hochgeladen)
Und nun zum Schluss die zweite tolle Nachricht: in 6 Wochen kommen Jenny, Mutti und Papa und meine Vorfreude ist kaum noch auszuhalten! Den Reiseplan habe ich bereits geschrieben und auch alle Hotels sind schon rausgesucht. Ich bin sicher, dass es anstrengende aber auch absolut interessante 2 Wochen werden. Mutti, freu dich schon auf´s Trotro fahren-das ist nichts fuer schwache Nerven, aber es wird sicher lustig! Ich danke euch so sehr, dass ich kommt! Bis dahin versuche ich, mein vor Freude huepfendes Herz noch etwas unter Kontrolle zu halten. Uebrigens freuen sich die Kinder auch schon riesig auf euch! So, das war erstmal das Wichtigste aus der letzten Zeit. Bis bald, die Maike