Hallo ihr noch immer Frierenden. Mitte Mai und es ist so kalt in Deutschland... Ich schicke euch ständig die Sonne, aber irgendwas scheint mit der Post nicht zu stimmen. Ich versuche es weiter.
Es gibt Neuigkeiten! Ich habe mein Projekt gewechselt. Dafür gab es mehrere Gründe, aber der für mich wichtigste war, dass es in BASCO einfach keine Arbeit für mich gab. Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt, da es mit dem Leiter BASCOs etwas Schwierigkeiten gab und auch allgemein das Leben im Busch war nicht einfach. Nun lebe ich in Koforidua, habe eine sehr nette Gastfamilie und arbeite im Krankenhaus in Koforidua in der Verwaltung. Ich bin zur Zeit so glücklich, wie noch nie in Ghana und bin nun doch etwas traurig, dass es nur noch drei Monate sind. Morgen ist Jubiläum, dann bin ich 8 Monate in Ghana, wow! Damit ihr euch mein neues Leben ein bisschen besser vorstellen könnt, habe ich natürlich vorgesorgt und alles bildlich festgehalten. Also, hier Maike´s Leben in Ghana:
Das ist mein Arbeitsbereich. Hier kommen die Patienten morgens hin, geben ihre kleinen Karten ab, auf der die Patientennummer steht und dann geht meine Arbeit los. Die dementsprechenden Akten aus dem riesen Gewusel von Akten raussuchen, alles in ein Buch eintragen, danach am Computer die Daten eintippen und die Versicherung überprüfen. Dann werden die Akten ausgeteilt. Das ist auch manchmal meine Aufgabe. Dann stehe ich vor allen Leuten und muss laut und deutlich die ghanaischen Namen aufrufen. Dafür sorge ich immer bei allen für reichlich Unterhaltung, wenn meine Betonung so schlecht ist, dass die Leute ihre eigenen Namen nicht erkennen. Nachmittags geht das ganze Spiel wieder von vorne los. Akten entgegennehmen, austragen und einsortieren. Ich arbeite von 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Es macht sehr viel Spaß!
Das ist unser Büro. Im Hintergrund kann man ansatzweise die ganzen Schränke erkennen, in denen die zig Akten aufbewahrt werden. Am Anfang war es nicht leicht, das System zu erkennen, aber mittlerweile bin ich ein recht schneller Aktenfinder geworden.
Tante Maggi und Haisha, die uns letzte Woche leider schon wieder verlassen hat. Aber Tante Maggi, wie sie wirklich von allen genannt wird, ist super, fragt mich immer ganz viel über Deutschland, weil ihre Schwiegertochter aus London kommt und das ja nicht so weit weg ist und sie hat mir sogar schon ein ghanaisches Oberteil geschenkt. leider in Größe XXXXXXXL!
Elliot und ich. Einer der besten Kollegen. Das Tolle ist, dass zur Zeit Studenten da sind, die für 7 Monate ihren Service ableisten. Dadurch ist ständig was los und alle sind sehr lustig und nett.
Das ist ein ghanaischer Rollstuhl!!!
Und das ist Richard, er leistet auch gerade seinen Service und ist der witzigste Mensch, den ich jemals kennengelernt habe. Er hat mir was lustiges beigebracht: Otokankai ist Twi und bedeutet Dein Po stinkt. Find ich sehr witzig, eine Bedeutung, die ich immer schon wissen wollte. Nein, Scherz...
Und nun zu meiner Familie:
Mein Haus! Rechts das Runde mit dem Strohdach ist unsere Küche. Am Anfang war ich etwas verwirrt, aber irgendwie ist es ganz schön. Da isst dann abends die Familie zusammen.
Nochmal unsere Küche und Akua (gesprochen Equia), meine Schwester
Akua: sie ist 18 Jahre alt und erst dachte ich, sie ist das Hausmädchen. Für wohlhabendere Familien ist ein Hausmädchen völlig normal. Aber sie ist angeblich wirklich die Tochter meiner Gastmutter. Wir verstehen uns super
Das ist Jacqueline, meine kleine Schwester. Sie ist 12 und ganz ganz lieb. Auch wir verstehen und prima. Letztens habe ich mit ihr deutsch gelernt. Sie kann jetzt sagen: Hund geh! Hund komm! Wie heißt du? Ich heiße ..., Ich gehe zur Schule. und die Zahlen von 1-10. Gut oder? Sie hatte gestern Geburtstag. Ich habe ihr schöne Flipflops gekauft, worüber sie sich sehr gefreut hat. Gefeiert wurde leider gar nicht. Ist wohl nicht üblich.
Das ist meine Ersatz-Mama Vida. Sie spricht leider kaum Englisch, aber ist trotzdem sehr nett.
Das ist der Laden von meiner Gastmutter direkt vor unserem Haus. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt!
Das ist Alex, mein kleiner Bruder. Er ist 6 und wirklich total niedlich.An seinem Englisch muss er nur noch etwas üben, aber wir sind dabei.
Das ist Moko Panjowski. Der coolste Hund der Welt!
Und das ist meine Schwester und mein Zimmer. Schön oder?
So ihr lieben, meine Zeit ist um. Viel Spaß beim Bilder schauen. Hab euch lieb, eure Maike
Mittwoch, 19. Mai 2010
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