ACCRA
Hier sind wir auf dem Art Centre, wo man wirklich alles kaufen kann, um Ghana zurueck in der Heimat nicht zu vergessen. Es gibt natuerlich ganz viel Schmuck in zahlreichen Variationen, Holzmasken, Schalen, Figuren und tausende Stoffe und Kleider. Problem ist nur, dass es an diesem Ort fuer einen Weissen wirklich anstrengend ist. Von jedem wird man festgehalten, ''Obruni, kauf was fuer mich!'' ... Dafuer lernt man hier wirklich das Verhandeln. Die goldene Regel ist, immer die Haelfte des angebotenen Preises ist erst ein ganz passabler Preis.
Noch immer Art Centre...
Das Independent Square, das Wahrzeichen von Ghana. Seitdem Ghana die Unabhaengigkeit 1957 erreicht hat, wird dies auch ueberall zum Ausdruck gebracht. Die Ghanaer sind wahnsinnig stolz auf ihr Land und auf den ersten Praesidenten, Kwame Nkrumah. Es gibt viele Museen, Strassen, Gebaeude usw, die nach ihm benannt wurden.
Und das sind die staendigen Wegbegleiter, die Gatter. Dort wird jeglicher Muell reingeworfen und auch gerne mal als Urinal benutzt. Dementsprechend stinkt es leider auch ueberall.
Der Strand in Accra. Sieht jetzt auf dem Bild ganz schoen aus, ist aber am Rand auch sehr dreckig und auch Straende dienen haeufig die Ersatztoiletten, dann aber nicht nur als Urinal...
african-mamas! Die aeltere Mama poundet das Fufu und die juengere sorgt fuer frischen Wind, nein, fuer Feuer natuerlich. So sieht es uebrigens in den Doerfern wirklich aus!
Alles ganz frisch! Ueberall kann man sich mal schnell eine Kokosnuss auf die hand geben lassen, fuer umgerechnet 25 Cent. Der Verkaeufer benutzt eine grosse Machete, um sie zu oeffnen. Ich habs auch mal probiert, aber mehr schlecht als recht. Die Treffsicherheit fehlt mir noch ziemlich. Dann kann man noch waehlen zwischen sehr frischem Fleisch, etwas trockener und ganz trocken. Alles schmeckt sehr gut.
Ein kleiner Innenhof hinter unserem Hotel. Dort wird gerade Palmoel gestampft, besser gesagt die Palmnuesse werden zu Palmoel zermatscht. Ist uebrigens Geschmacksache, aber die Ghanaer lieben Oel und benutzen fuer jedes Essen Unmengen davon. Deswegen wird man hier wahrscheinlich auch so dick...
Hier mal ein Malariaopfer. Das Bild entstand kurz vor der Abreise meiner Lieben. Wir mussten uns im Hotel tschuess sagen, weil ich nicht raus konnte. Naja, aber nun ist ja alles wieder gut und es war gar nicht so schlecht, krank zu sein, wenn die Familie da ist und einen pflegen kann.
So und das waren nun die zwei Wochen durch Ghana reisen. Es war eine super Zeit und nur noch 5 Monate, dann bin ich endlich wieder da.
Nun noch ein paar Bilder der letzten Zeit.
Eine Taxifahrt die ist lustig, eine Taxifahrt die ist schoen... Ja so sieht es meist aus, wenn wir alle in ein Auto wollen. Es ist klein, dreckig, es stinkt und letztens hatte ich das beste taxi bisher, voller Kakerlaken!!! Da freut man sich dann doch auf zu Hause. Uebrigens faehrt durch Koforidua ein ''Ullis Kinderland'' Bus. Ob die wissen, dass die alten Karren aus Deutschland nicht auf dem Muell sondern auf Ghanas Strassen landen und als Trotro benutzt werden?!
Und wieder alles ganz frisch. Manchmal hat man sogar Angst, dass manche Sachen noch zu frisch sein koennten. Das war das erste Mal, dass ich einen Lobster probiert habe, aber war ganz lecker, und mal wieder sehr billig.
So sieht ein Regenschauer in Ghana aus. Der hatte es wirklich in sich und bot eine schoene Abkuehlung. Aber wenn alles vorbei ist, kommt die Hitze auch ganz schnell wieder.
Von links nach rechts: Maike, deutsche Voluntaerin, Lydia, eine Form 3 Schuelerin, die in einem Monat ihr Abschlussexamen schreiben und dann auf die Senior High School gehen werden und Emmanuel, der beste deutschsprechende Ghanaer, den ich kenne. Er kann sich einfach alles merken und langsam muessen wir aufpassen, was wir sagen...
Ich wollte mal beim Banku helfen. Banku ist eine klebrige Masse, die stundenlang im Topf gedreht werden muss, bis sie dick wird und schmeckt einfach widerlich. Ich glaube auch viele Kinder moegen es nicht besonders, aber wahrscheinlich ist es billig...
Unsere Koeche. Links Comfort und rechts Esther. Beide etwas grantig und manchmal auch sehr gemein zu den Kindern, aber eigentlich ganz nett. Nur die Sache mit dem Kochen koennte ruhig noch besser klappen.
Cooles Bild, Christopher und Esther.
Das ist Ernest, der Bruder von Vincent. Er ist meiner Meinung nach der kluegste Junge der ganzen Schule und wird wohl deshalb auch bald nach Accra geschickt, auf eine Schule, an der auch Atta Mills war. Und die Kappe: Ich hoffe Franzi und Josi fuehlen sich jetzt angesprochen. Ihr seht, euer Geschenk war ein voller Erfolg :)
Das waren die Fotos fuer heute. Ansonsten warten wir jetzt alle sehnsuechtig auf die Regenzeit, aber das Wetter hat sich schon ein wenig geaendert. Es ist jetzt immer recht neblig und die Sonne scheint nicht, aber heiss ist es trotzdem noch. Unser Brunnen, der gerademal vor 2 Monaten gebaut wurde, verliert langsam an Wasservorrat. Viele Kinder muessen jetzt wieder zur weit entfernten Wasserstelle laufen, aber ein zweiter Brunnen ist wohl in Planung. Madam Deborah laesst mich immernoch viel arbeiten und zur Zeit sind wir an einer Broschuere fuer/ueber BASCO, aber mit dem Layout hapert es noch ein wenig. Demnaechst werde ich mir mal professionelle Hilfe holen muessen. Ach und noch eine ''schoene'' Neuigkeit. Lisa und ich haben einen Zwischenmieter. Wir teilen uns ein Doppelstockbett, ich unten, Lisa oben. Und zwischen ihrer Matratze und den Holzlatten ueber mir wohnt nun jede Nacht eine Maus. Toll oder? Am Anfang fand ich es noch ganz witzig, aber mittlerweile raubt sie uns den Schlaf und: Lisa wurde gestern Nacht sogar gebissen!!! Ansonsten steht BASCO noch und die Kinder sind natuerlich noch immer toll und ich kann es mir gar nicht mehr ohne sie vorstellen. Aber das dauert ja noch eine Weile.
Morgen kommt wieder Besuch aus Deutschland und Samstag Abend heisste es Kokrobitey, Strand in Accra, und ab zur Reggae-Party!!! Das wird klasse und ich freue mich riesig auf Besuch und feiern. Und auf ein WURSTBROETCHEN!!! Ja, Nico hat gesagt, er bringt mir ein Broetchen mit Salami mit. Ich kanns noch gar nicht glauben. Hoffentlich wird mein Magen nicht zicken, weil er so etwas gar nicht mehr kennt.
Drueckt mir die Daumen, bis bald ihr Lieben.
Ach nien jetzt haette ich ja noch fast was Wichtiges vergessen. Also DANKE(!!!) fuer die zahlreichen Spenden, ich war einfach nur sprachlos und schaetz das sehr. Das ganze Geld wird BASCO sehr zur Hilfe kommen. Also, um alles offiziell fuer das BMZ zu machen, wurde das Geld erst an das DRK und dann zu ARA ueberwiesen. Jetzt laeuft alles als offizielle Spende. Ich habe lange darueber nachgedacht, wofuer das Geld genutzt wird. Es werden Matratzen gekauft, der Generator bekommt eine neue Batterie und eine Tankfuellung, eventuell werden wir uns aber auch mit dem nationalen Stromnetz verkabeln, da der Generator auf Dauer einfach zu teuer ist und viel zu viel Benzin frisst, dann wird die Kueche erneuert, da es dort durch den vielen Qualm fuer die Koeche auf Dauer eine koerperliche Zumutung ist, wir kaufen Reis, Mais, Bohnen und Gari und eventuell werden auch noch Buecher gekauft. Ich hatte erst ueberlegt, das Ged fuer die geplante Krankenstation zu nutzen, aber es wuerde den bau niemals fertig stellen und die Ghanaer bauen auch gerne etwas und hoeren dann in der Mitte einfach auf und das haus wird nie fertig. Um aber sicher zu gehen, dass das Geld exakt dafuer genutzt wird, habe ich mich gegen die Krankenstation entschieden. Ich hoffe, ihr seid alle damit einverstanden und danke euch nochmal vielmals und werde natuerlich alles bildlich festhalten fuer euch als Beweis. Auch die Kinder werden es euch danken.
Liebe Gruesse in die Heimat, bye bye Abeena














































