Dienstag, 29. Juni 2010

Reisebericht Nr. 4

Das letzte Mal hat das Internet leider nicht so gewollt, wie ich. Nun geht die Reise weiter. Ich hoffe, heute klappt es besser. Tut mir leid, dass ich alles in Teilen schreiben muss, aber anders geht das hier irgendwie nicht. Jaja, die Technik... Also, nun hier der Rest unserer schönen Reise.


Hier unser Freiluftzimmer. Wir hatten an dem Tag noch Oliver kennengelernt, ein deutscher Voluntär. Er ist seit 2 Wochen da und bleibt leider nur für 2 Monate. Wir haben uns ewig mit Bierchen in unserem „Zimmer“ unterhalten. Es war wirklich voll schön. Von Alhassans Zwillingsbruder wurden wir noch zum Essen eingeladen und haben eine Dorfführung bekommen. Alhassan und sein Bruder Hussein sind sehr bekannt in der Gegend. Die beiden haben schon sehr viel für die Gemeinschaft geleistet, haben eine Schule aufgebaut und Alhassan steht in Kontakt mit der Regierung. In Larabanga leben rund 6000 Menschen und es gibt kein Krankenhaus. Das sind wirklich furchtbare Umstände. Alhassan hat wohl schon oft bei der Regierung darauf aufmerksam gemacht und die Dringlichkeit dieses Krankenhauses unterstrichen, aber bis jetzt ist leider nichts passiert.

 
Neben uns war ein Nachtclub und Fine und ich haben unser Zimmer zur Tanzfläche umfunktioniert

 
Am nächsten Tag kam Yaya, auch ein Junge aus dem Dorf, mit seinem kleinen Affen an. Die Mutter und das Baby wurden auf der Farm beim Früchte stehlen erwischt und die Mutter wurde erschossen. Nun hat Yaya das Baby unbedingt behalten wollen, um es großzuziehen. Wir haben ihn Bourbon getauft. Der war wirklich süß.
Das war leider unsere Zeit in Larabanga. Es war mit Abstand der tollste Ort, an dem ich je war. Warum kann ich gar nicht genau sagen. Wir wurden von allen so nett empfangen, haben viele nette Menschen kennengelernt und dieser Ort hatte so etwas Heimisches. Ich habe mich so wohl gefühlt. Die Menschen waren einfach viel entspannter, keiner hat uns Obruni genannt und ich war wirklich sehr traurig, als wir Larabanga verlassen mussten. Wer weiß, vielleicht ja in ein paar Jahren nochmal J

 
Und so sieht es in den meisten Dörfern im Norden aus. Die Hütten sind aus Lehm und die Dächer aus Blättern, Zweigen usw. Häufig waren 4 oder 5 Hütten im Kreis miteinander verbunden, zwischendurch ein paar kleinere Hütten und Silos. Wir haben die Theorie aufgestellt, dass immer ein Mann mit seinen Frauen und Kindern in der Community ist. Im Norden gibt es fast ausschließlich Moslems und dort ist Polygamie noch weit verbreitet. Könnte also gut sein die Theorie.

 
Das ist in Bolgatanga, noch weiter im Norden. Hier gab es nicht wirklich was zu sehen, außer kaputte Autos. Nein, so schlimm war es auch nicht, aber wir haben Bolgatanga nur als Zwischenstop genutzt. Das ist übrigens unser neuer Schlitten, muss noch ein bisschen aufgemöbelt werden, aber sonst klasse oder?

Paga, der Grenzort nach Burkina Faso.

 
Und hier DIE Attraktion: ein 98 Jahre altes Krokodil anfassen, Schwanz anheben und draufsetzen. Die Bilder sind ganz schön geworden, ansonsten war es nicht so interessant und ziemliche Geldmacherei. Außerdem haben wir alle festgestellt, dass Krokodile hässlich und komisch sind. Jenny: Verzeih mir, ich saß drauf!


 
Der Paga Pios Palast war schon interessanter. Ein alter Palast, der einst vom Chief bewohnt wurde.

 
Die Kräuterhexe des Palastes

 
Des Chiefs Küche+Köchin von innen

 
Des Chiefs Weib J

 
Das sind/waren Getreidesilos

 
Jaja, 10 Stunden Tro fahren sind schon ziemlich langweilig. Fine und ich haben uns auf der Fahrt ganz schön peinlich benommen, das dachte wohl auch der Typ neben uns.


 
Moschee in Tamale

 
Nach einer endlich mal etwas längeren Portion Schlaf haben wir am nächsten Tag eine nette Dame kennengelernt, die uns zu ihrer Schwester gefahren hat, um uns die Füße mit Henna (Sabla) zu bemalen. Das ist ihr Baby.

 
Nach einer endlich mal etwas längeren Portion Schlaf haben wir am nächsten Tag eine nette Dame kennengelernt, die uns zu ihrer Schwester gefahren hat, um uns die Füße mit Henna (Sabla) zu bemalen. Das ist ihr Baby.

 
Und das ist die gatschige Masse. Insgesamt saßen wir da 3-4 Stunden.

 
Schick?

 
Schick?

 
Wir wurden optisch mehr und mehr zum Moslem.

 
Wir wurden optisch mehr und mehr zum Moslem.

 
Fine hat sich sogar das Tuch gekauft, mutig mutig. Das ist übrigens auf dem Markt in Tamale. Und es war sooo entspannt. Wir konnten durch alle Gänge schlendern, ohne von irgendwem ständig angequasselt zu werden. Das ist auch ein Grund, warum mir der Norden so gut gefallen hat.

 
Fine hat Fahrradkurier gespielt. Der Junge hat sich total gefreut.

 
Und zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einen Liveauftritt bekommen. Am nächsten Tag ging es dann für 10 Stunden mit dem Tro wieder zurück nach Koforidua mit kurzem Zwischenstop in Kumasi. Wir waren am Mittwoch pünktlich zum Fußballspiel wieder zurück, um abends mit den anderen Voluntären zu feiern.

Und zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einen Liveauftritt bekommen. Am nächsten Tag ging es dann für 10 Stunden mit dem Tro wieder zurück nach Koforidua mit kurzem Zwischenstop in Kumasi. Wir waren am Mittwoch pünktlich zum Fußballspiel wieder zurück, um abends mit den anderen Voluntären zu feiern.
Alles in allem war es einfach super und für uns drei hätte die Reise noch ewig weitergehen können. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Nun nochmal zum Schluss ein kurzer Einblick in: Ghana vs Germany, 23.06.2010


 
Hier die Vertretung der Deutschen (Lisa, Fine, Claudi, Lisa, Anne, Nick, Jan und ich) …

 
Hier die Vertretung der Deutschen (Lisa, Fine, Claudi, Lisa, Anne, Nick, Jan und ich) …

 
Das Bild habe ich gestern früh noch schnell gemacht. So sieht es aus, wenn meine Familie zur Kirche geht. Da putzen sich dann alle ganz fein raus. Meine Gastmama ist gerade dabei, mir auch so ein Kleid zu nähen. Mal gucken, wie das aussehen wird.
Das war´s meine Lieben. Ich hoffe, ihr seid gesättigt an Neuigkeiten aus dem schönen Ghana. Nun ist es wirklich nicht mehr lang, bis zum großen Wiedersehen. Achso, den Flugtermin wissen wir leider noch immer nicht. Ich sag Bescheid. Bis bald, Maike


























1 Kommentar:

  1. Mein lieber Spatz, hab dir ja schon am Telefon gesagt, dass du uns mit wunderschönen Berichten und Bildern geradezu verwöhnt hast. Man sieht bei jedem Bild, dass ihr ganz viel Spaß hattet. Na ja, zu deinem Hotel-Video hab ich dir schon gesagt, wie schrecklich ich das fand, aber wenn es euch so gut gefallen hat, dann ist ja alles in Ordnung. Ich glaube, ihr seid da inzwischen schmerzfreier/ ekelfreier als wir. Und das ist auch gut so. Ihr lebt schließlich dort und so ist eben das Leben in Afrika. Ja Schatz, bald heißt es Abschied nehmen, genieße deine letzten Wochen, du hast so viel erlebt und wir freuen uns alle auf dich. Also, nicht in Afrika bleiben, auch wenn es dir nun so richtig gefällt! Old Germany ist auch schön und vor allem auch grad schön heiß!!! Und Schnee im Winter ist auch was Schönes.
    Wir lieben dich und freuen uns auf dich, einen dicken Kuss von deinem Muttileinchen.

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